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Abstract
Künstler*innen setzen sich mit Städten auseinander. Gegenwärtig werden sie vermehrt in partizipativen, stadtplanerischen Projekten engagiert, um ein ‚anderes‘ (als das wissenschaftliche, planerische oder historische) Wissen über Städte zu zeigen. Wie aber wissen Künstler*innen, was sie über Städte wissen? Die Arbeit basiert auf der ethnografischen Untersuchung der Recherchepraktiken von zwei Künstlern sowie der des angewandten Bereichs eines Architekturbüros. Die Analyse der routinierten Hervorbringung spezifischer Wissensformen entwickelt die These, dass die künstlerische Wissensproduktion über Stadt multiperspektivisch und -sensorisch in Bewegungen im Stadtraum vollzogen wird und die Bewegungen dabei einen Modus von Wissensproduktion darstellen. Dieser epistemische Modus offeriert einen umfangreichen, sensuellen Kontakt mit Stadt und wird in der Arbeit als Choreografische Wissensproduktion fokussiert: Choreografische Stadtforschung setzt sich mit der Herstellung von Stadt als Wahrnehmungs- und Erfahrungsraum und ihren kulturellen und ästhetischen Kontextualisierungen auseinander. Die empirische Beschreibung und Analyse der Praktiken künstlerischer Wissensproduktion leistet einen relevanten Beitrag zur Fundierung der nach wie vor programmatisch geführten Diskussionen um Künstlerische Forschung und sucht den Begriff Choreografischer Stadtforschung für kollaborative Praktiken im Überschneidungsbereich von Kunst, Stadtforschung und Stadtplanung fruchtbar zu machen.





