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Abstract
1.1 Hintergrund und Ziele
Die Bildgebung von Knochenmetastasen, die in der klinischen Routine durch Schnittbildgebung durchgeführt wird, ist wichtig für Charakterisierung und Verlaufsbeurteilung knöcherner Läsionen. In dieser Arbeit wird eine neue Methodik unter Verwendung experimenteller Ultraschall(US)-Techniken zur Beurteilung der morphologischen, funktionellen und molekularen Eigenschaften von Brustkrebsknochenmetastasen in einem Tiermodell beschreiben und im Vergleich zur Magnetresonanztomographie (MRT) und Histologie gesetzt.
1.2 Material und Methoden
Nacktratten wurden intraarteriell MDA-MB-231-Brustkrebszellen implantiert, um eine osteolytische Metastasierung in den rechten Hinterbeinen zu induzieren. Nachdem sich Tumore entwickelt hatten, wurde eine experimentelle US-Technik mit automatischem 3D-Scan sowie MRT zur Bestimmung der Morphologie durchgeführt. Zur Beurteilung der Perfusion wurden kontrastmittelverstärkter US (CEUS) und dynamische kontrastmittelverstärkte MRT (DCE-MRT) verwendet. Zur Evaluation von molekularen Merkmalen wurde Ultraschall mit Anti-VEGFR2-konjugierten Microbubbles angewendet und mit einer Immunfärbung für VEGFR2 korreliert.
1.3 Ergebnisse und Beobachtungen
3D-US ermöglichte die automatische Beurteilung osteolytischer Läsionen, einschließlich der größten Tumordurchmesser entlang der x-, y- und z-Achse sowie der segmentierten Tumorvolumina ohne signifikante Unterschiede zwischen US und MRT (p ">" 0,18). CEUS und DCE-MRT der Knochenläsionen zeigten kongruente Ergebnisse für die Parameter Peak Enhancement, Wash-in Area Under the Curve (beide, r ">" 0,5) und Wash-in Perfusion Index (r ">" 0,3) bei der Unterscheidung zwischen Tumor, nekrotischem Gewebe und gesundem Muskelgewebe (jeweils, p "<" 0,01). Zusätzlich ermöglichte der molekulare US die nicht-invasive Beurteilung der erhöhten VEGFR2-Expression in Skelettläsionen im Vergleich zum umgebenden Muskelgewebe (p = 0,03), während ein Kontrollantikörper zwischen diesen Geweben nicht unterscheiden konnte (p = 0,44).Die unterschiedliche Expression von VEGFR2 in diesen Geweben konnte durch eine histologische Analyse bestätigt werden.
1.4 Schlussfolgerungen
Die dargelegte Methodik beschreibt erstmalig ein Untersuchungsprotokoll für Brustkrebsknochenmetastasen mit einem experimentellen US-Scanner. In dieser Arbeit wird daher eine neuartige Untersuchungsmethode zur Charakterisierung osteolytischer Metastasen auf morphologischer, funktioneller und molekularer Ebene in Korrelation mit MRT und Histologie beschrieben.





